Systematisch. Normgerecht. Belastbar.

Wie wir Schadensursachen ermitteln und warum die Ergebnisse auch einer gerichtlichen Prüfung standhalten.

Methodik im Bild

Von der Feldmessung bis zur Laboranalyse. Ein Überblick über die Werkzeuge und Verfahren, die wir einsetzen.

Messtechnik bei der Schadensanalyse an einer PV-Anlage

Messtechnik im Einsatz

Isolationsmessungen, Kennlinienanalyse und Durchgangsprüfungen direkt an der Anlage. Jede Messung dient einem konkreten Prüfzweck innerhalb der Ursachenermittlung.

Röntgenanalyse einer elektronischen Baugruppe im Labor

Röntgenanalyse im Labor

Zerstörungsfreie Prüfung von Elektronik und Bauteilen. Das hauseigene Röntgenlabor der IGO-Gruppe liefert Einblicke in verdeckte Fehlerbilder.

Technische Dokumentation und Gutachtenberichterstellung

Dokumentation und Berichterstellung

Jedes Gutachten dokumentiert Befunde, Messergebnisse und die vollständige Ausschlussanalyse. Der Gedankengang ist für den Auftraggeber lückenlos nachvollziehbar.

Glühdrahtprüfung an einem Kunststoffbauteil nach DIN EN 60695-2

Glühdrahtprüfung nach Norm

Normgerechte Prüfung der Entflammbarkeit von Kunststoffen nach DIN EN 60695-2. Fester Bestandteil der Brandursachenermittlung an elektrischen Betriebsmitteln.

Methodik im Detail

Sechs Prinzipien, die jede unserer Analysen leiten.

01

Systematische Ausschlussmethodik

Den Kern unserer Arbeit bildet die systematische Ausschlussmethodik. Bei jedem Schadenfall identifizieren wir zunächst alle technisch denkbaren Ursachen. Diese werden intern im Team besprochen. In der Regel diskutieren wir jeden Fall aus verschiedenen Perspektiven, bewerten unterschiedliche Ansätze und Herangehensweisen und gleichen mögliche Ursachen, Schadensmechanismen und Einflussfaktoren gegeneinander ab. Erst auf dieser Grundlage beginnt die gezielte Prüfung.

Anschließend prüfen wir jede denkbare Ursache einzeln anhand der vorgefundenen Befunde, der Messergebnisse und der technischen Dokumentation. Ursachen, die mit den Befunden nicht vereinbar sind, werden begründet ausgeschlossen. Am Ende dieses Prozesses steht die Ursache oder die Ursachenkombination, die mit allen vorgefundenen Spuren und Befunden vereinbar ist.

Dieses Vorgehen unterscheidet sich von einer reinen Plausibilitätsbetrachtung. Wir benennen nicht die wahrscheinlichste Ursache, sondern weisen nach, warum alle anderen Ursachen ausscheiden. Das Ergebnis ist eine Ursachenermittlung, die auch einer gerichtlichen Überprüfung standhält.

02

Normenbasierte Bewertung

Jede Bewertung erfolgt auf Grundlage der anerkannten Regeln der Technik. Je nach Anlagentyp und Schadensbild ziehen wir die einschlägigen Normen und Richtlinien heran: DIN, VDE, IEC, EN, VdS und weitere. Die normgerechte Bewertung stellt den Maßstab dar, an dem wir den Zustand der Anlage, die Ausführung der Installation und die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen messen.

Wir verfügen über direkten Zugang zu den aktuellen technischen Regelwerken und verfolgen Normenänderungen in unseren Fachgebieten laufend. Unsere Bewertungen entsprechen damit dem jeweils gültigen Stand der Technik.

03

Messtechnik und Laboranalyse

Die Befunderhebung vor Ort erfolgt mit eigener Messtechnik. Je nach Schadensbild kommen unter anderem Isolationsmessungen, Thermografie, Kennlinienmessungen, Leistungsmessungen, Durchgangsprüfungen und SF6-Gasdetektoren zum Einsatz. Wo eine Feldmessung nicht ausreicht, greifen wir auf die Laborkapazitäten der IGO-Gruppe zurück. Dazu gehören Röntgenanalyse, mikroskopische Bauteiluntersuchung und weiterführende Werkstoffprüfungen.

Die Ergebnisse der messtechnischen Untersuchung fließen direkt in die Ausschlussmethodik ein. Jede Messung dient einem konkreten Prüfzweck innerhalb der Ursachenermittlung.

04

Dokumentation und Nachvollziehbarkeit

Unsere Gutachten dokumentieren jeden Schritt der Analyse: Befundaufnahme, Messergebnisse, Ausschluss der geprüften Ursachen und die daraus abgeleitete Ursachenfeststellung. Der Auftraggeber kann den gesamten Gedankengang nachvollziehen, ohne eigene technische Expertise mitbringen zu müssen.

Die Fotodokumentation erfolgt systematisch und ist Bestandteil jedes Gutachtens. Jedes relevante Schadensbild, jeder Messpunkt und jede auffällige Komponente wird fotografisch erfasst und im Gutachten referenziert.

05

Trennung von Primärschaden und Folgeschaden

In der Schadenregulierung ist die saubere Trennung zwischen dem Primärschaden und den daraus resultierenden Folgeschäden von zentraler Bedeutung. Wir unterscheiden in jedem Gutachten klar zwischen der eigentlichen Schadensursache, dem unmittelbar daraus entstandenen Schaden und den Folgewirkungen auf weitere Anlagenteile oder den Betrieb. Diese Differenzierung bildet die Grundlage für eine korrekte Zuordnung der Kosten und für die Prüfung von Regressansprüchen.

06

Qualitätskontrolle

Vor der Auslieferung durchläuft jedes Gutachten eine abschließende Prüfung auf Konsistenz und Vollständigkeit. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Ingenieurgesellschaft Opp innerhalb der IGO-Gruppe steht hierfür ein breites Spektrum an fachlicher Expertise zur Verfügung. Dieses Vier-Augen-Prinzip ergänzt die teambasierte Analyse, die den gesamten Bearbeitungsprozess begleitet.

Fragen zu unserer Methodik?

Wir erläutern unser Vorgehen gern im persönlichen Gespräch. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Erstberatung.

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